3ab erkundet das AÜW

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Weitnauer Grundschüler besuchen das Wasserkraftwerk der AÜW in Kempten

Ein informativer Unterrichtsgang stand für die Weitnauer Grundschüler der 3. Klassen an. Im Heimat- und Sachunterricht setzten sie sich schon mit dem Thema Elektrizität auseinander und interessierten sich nun für die Frage: „Wo kommt der Strom eigentlich her?“ Die Diskussionen der angestrebten Energiewende stehen im Fokus unserer Grundschüler, die erneuerbaren Energien sind in ihrer direkten Umgebung auf dem Prüfstand. Daher war es nicht zuletzt interessant, ein Wasserkraftwerk zu besichtigen. Schon 1901 wurde das Laufwasserkraftwerk an der Illerstraße in Betrieb genommen. Empfangen von Vertretern der AÜW (Allgäuer Überlandwerk GmbH) in Kempten bekamen wir Informationen über Strom im Allgemeinen und durften selbst mit Muskelkraft an einem Fahrrad Strom für eine Lampe bzw. einen Kassettenrekorder erzeugen. Die Funktion eines Laufwasserkraftwerkes bekamen wir am Modell und vor Ort erklärt. Ausschlaggebend für die Energienutzung ist ein Gefälle bzw. ist die Fallhöhe des Wassers ausschlaggebend. In der großen Halle standen die verschiedenen Turbinen und Generatoren. In die Kapplanturbine durften wir sogar hineinsteigen und konnten beobachten, wie sich die Drehbewegung des Fließwassers auf die Antriebsschaufeln übertragen. An der Außenwand der Turbine fühlten wir, dass wir uns schon unter dem Illerwasser befanden. Je weiter wir uns nach unten tasteten, desto kälter fühlte sich die Außenmauer an. Auf dem Wehr hatten wir einen Rundumblick über die Staumauer, den Kanal, die Fischtreppe und nicht zuletzt den Säuberungkran. Im Wasser treiben Bäume oder Unrat. Dass nichts davon in die Turbinen gelangt, wird das Wasser durch Rechen gefiltert. Diese Rechen müssen wiederum gesäubert werden, so dass die Wassermenge und Fließgeschwindigkeit nicht beeinträchtigt werden können.
Markierungen zeigten uns Wasserstände bei Hochwasser. In solchen Notfällen wird das Kraftwerk abgestellt. Es kann kein Strom erzeugt werden, die Fallhöhe des Wassers in die Turbine wäre zu gering oder würde gänzlich fehlen.

 

 

 

   
   
   
   

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der AÜW für die freundliche Aufnahme, die Butterbrezen zur Brotzeit und den Zuschuss für unsere Busfahrt.

 

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