Besuch der Ausstellung

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Schüler der Grund- und Mittelschule Weitnau besuchen die Wanderausstellung „Allgäuer Moore“

In die faszinierende Welt der Moore entführte Frau Liebl (Bund Naturschutz) die Schüler der Jahrgangsstufen 3 bis 7 der Grund- und Mittelschule Weitnau.

Durch den Ausstellungsbesuch begleiteten uns vier Gegenstände, die auch bei der Ortsbesichtigung einen Erinnerungsanker zum Moor, seinen Besonderheiten und der historischen Bedeutung darstellten.

Moore hatten ihren Ursprung schon in der Eiszeit. Auf einem überdimensionalen „federnden“ (Thomas 3a) Teppich erkannten und spürten die Schüler rasch, wie viele Moore im Allgäu existieren – wo die letzte Eiszeit also ihre Spuren hinterlassen hatte. Besonders durch das nasse und kalte Klima begünstigt, entstanden die Moore infolge der Verlandung von Seen.

Die Klassen untersuchten den Moorboden (Torf) genauer und erkannten darin Gräser, Holzstücke, Wurzeln und Blätter. Frau Liebl erklärte, dass der Moorboden sehr sauer (Zitrone) ist, so dass Pflanzenreste nur schwer verrotten. Im Gewichtsvergleich von trockenem und feuchtem Torf und Torfmoos wurde schnell klar, dass sich der Torf wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugen kann. Ein Eimer nasser Torf war für die Schüler sehr schwer, trockener Torf leicht zu heben.

Der (Moos)Apfel und die präparierten Nachbildungen zeigten einen Ausschnitt der Pflanzen- und Tiervielfalt in den Mooren.

In der Ausstellung erinnerte sich so mancher an Erzählungen der Oma oder des Opas aus früheren Zeiten und konnte rasch dem vierten Gegenstand – der Kerzeeine Bedeutung für das Moor aussprechen. Früher wurde Torf gestochen, getrocknet und als Heizmaterial verwendet.

Bei der Besichtigung vor Ort durften wir das Moor in seiner Schönheit erfahren und die Gefahren für das Moos erkennen. Der nachgebende und überwucherte Boden war für manch einen eine Stolperfalle und etwas geheimnisvoll. Frau Liebls Moorgeschichten über Aberglauben, große Moorwesen und Irrlichter waren zunächst unheimlich. Durch ihre Erklärungen, dass durch die Verpuffung von Gasen kurze Lichtblitze und Rauchwolken entstehen, dann doch logisch zu begreifen. Bei jedem Schritt drückte sich das Wasser aus dem Torfmoos heraus. Als wir an einen Entwässerungsgraben einer alten Torfstichstelle ankamen wurden die Folgen der „Torfernte“ deutlich. Was ist schon ein Moor ohne Wasser?

Die beeindruckende Vielfalt der Moore muss also geschützt werden. Viele Kinder wussten zum Teil aus eigener Erfahrung, dass zum Schutz auch das Mähen der Streuwiesen im Herbst beiträgt. Auf der frischgemähten Streuwiese konnte der eine oder andere Torfpützen erkennen und ein „Bad“ darin nehmen. Ob es die Heilkraft der Moorbäder entfalten konnte, wer weiß?

 

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