Im Schullandheim

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Walderlebnistage der dritten Klassen im Schullandheim Schönstatt/Memhölz

Voller Vorfreude starteten die Schüler der Klasse 3a und 3b, mit ihren Klassenlehrern Herr Vetter und Frau Holzer, sowie Frau Losher und Korbinian Herz am Dienstag, den 11. Oktober zu ihrem ersten Schullandheim nach Schönstatt am Berg (Gemeinde Waltenhofen/Memhölz).
In den 3 Tagen wollten wir uns in der neuen Klassensituation besser kennen lernen, aber auch viel zu unserem HSU-Thema „Wald“ erfahren.

Nach der kurzen Anfahrt, durften wir gleich unsere Zimmer beziehen. Die erste Herausforderung war unter den vielen Freunden seine Zimmerpartner zu finden, das schwere Gepäck auf das Zimmer zu transportieren und die Betten zu beziehen. Mamas und Papas aufgepasst – wir schaffen das wirklich schon ganz ohne Hilfe der Erwachsenen!
Vor und nach dem Mittagessen erkundeten wir die nähere Umgebung. Die Alpe Wachters war in einem Fußmarsch durch Wald und über Wiesen zu erreichen. Gestärkt nach dem Mittagessen waren wir im nahen Waldstück mit einem Jäger auf Erkundungstour oder absolvierten eine Waldralley. Wir erfuhren viel Interessantes.
•    „Der Farn ist eine uralte Pflanze, die zu Dinosaurierzeiten riesig groß war. Er hat bis in die heutige Zeit überlebt.“
•    „Der Wächter des Allgäus ist der Grünten. An seinen steilen Stellen wachsen Bäume, sie schützen uns vor Muren und Lawinen.“
•    „Der Specht, die Meise, das Eichhörnchen, der Baummarder und Raubvögel leben ganz oben in den Baumkronen.“
•    „In Buchenblättern legen Gallwespen ihre Eier ab, dann sieht es aus, als wenn das Blatt eine Warze hat.“
•    „Weihrauch entsteht, wenn wertvolle Baumharze verglüht werden.“
•    „Der Jäger sitzt auf einem Jägerstand, weil der Wind seinen Duft zerstreut und die Tiere ihn so nicht wahrnehmen können.“

Auch das Schullandheimhaus bot uns viele Möglichkeiten für den Abend. Hier wurde so mancher Tischtenniskönig, Kickerchampion oder Jongliermeister auserkoren. Aber auch in Kartenspielen wurden Sieger und Verlierer ermittelt.
Gegen 21 Uhr sollte dann die Nachtruhe einkehren. Die Zähne waren frisch geputzt, die gemeinsame Vorlesezeit zu Ende und alle schlichen sich leise in die Betten. Doch wer denkt, dass wir auch gleich alle schliefen, der irrte!

Nach der langen Nacht, war so mancher beim Frühstück am Mittwoch noch sehr verschlafen. Gleich danach wanderten wir los, um die bekanntesten vier einheimischen Nadelbäume zu erkunden und zu unterscheiden: die Fichte, die Tanne, die Lärche und die Kiefer.
An verschiedenen Stellen war ein richtiger Baumkindergarten für uns eingerichtet. Auf Augenhöhe lernten wir, dass die Nadeln der Kiefer sehr lang und paarweise angeordnet sind. Auch die Unterscheidung von Tanne und Fichte war im tête á tête nicht mehr schwer. Besonders interessant waren die Informationen zur Lärche. Zunächst dachte Herr Vetter, dass jemand die Nadeln vom Baum gegessen hatte. Doch wie sich herausstellte, färbt die Lärche im Herbst ihre Nadeln, um sie dann im Winter zu verlieren.
Abermals reichlich gestärkt, meinten es unsere Lehrer mit der frischen Luft wirklich gut mit uns. Konnte es sein, dass sie uns für die Nacht müde machen wollten? Vom Schullandheim in Schönstatt marschierten wir nach Memhölz und zum Spielplatz an den Niedersonthofner See. Nach einer „Süßigkeiten-Rätsel-Rechen“-Pause ging es wieder zurück, so dass wir rechtzeitig zum Abendessen und unserem Spieleabend wieder da waren.
Übrigens, unserer Lehrer hatten gar nicht so unrecht. Denn gleich nach der Vorlesezeit war wirklich Ruhe in den Gängen eingekehrt.

Merklich ausgeruhter wurde am Donnerstag die Abreise vorbereitet und die Vorfreude auf zu Hause konnte beginnen.

 

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